Auf dem Bild von links zu sehen: Viviane Baumann, Maeva Nobs, Kimi Urban, Mia Sawetzki, Schulleiter Martin Zwosta, Maximilian Maschtel, Dr. Elke Müller, Max Reinhardt, Jenna Baumann, Hannah Schätzle.
Am vergangenen Donnerstag wurden insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler, die die Mittlere Reife an den Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen Schulen (KHS) Donaueschingen erworben haben, verabschiedet. Martin Zwosta als Schulleiter und die zuständige Abteilungsleiterin Dr. Elke Müller gratulierten herzlich. Hannah Schätze (Profil Hauswirtschaft) wurde mit einem Preis für den besten Abschluss geehrt. Ein Lob im gleichen Profil erhielten Maeva Nobs, Max Reinhardt und Kimi Urban. Die Zwillinge Jenna und Viviane Baumann aus Löffingen erhielten im Profil Wirtschaft ebenso ein Lob wie Hafsa Majid, Maximilian Maschtel, Ngwing Njekang und Mia Sawetzki.
 
Auf dem Bild von links zu sehen: Viviane Baumann, Maeva Nobs, Kimi Urban, Mia Sawetzki, Schulleiter Martin Zwosta, Maximilian Maschtel, Dr. Elke Müller, Max Reinhardt, Jenna Baumann, Hannah Schätzle.

 

64 erleichterte Abiturienten nach ihrer mündlichen Abitursprüfung. Kurz zuvor endeten die letzten mündlichen Prüfungen. 

Der Abteilungsleiter für das Wirtschaftsgymnasium Alexander Joos beglückwünschte zunächst die Absolventen der beiden Profile Wirtschaft und Internationale Wirtschaft zu der hervorragenden Gesamtdurchschnittsnote von 2,3. Anschließend bedankte er sich bei seinem Kollegium und ergänzte: „Nach zwei Corona-Jahren haben wir die Prüfungen erstmals wieder in Kooperation mit Fremdprüfern von der Robert-Gerwig-Schule Furtwangen durchgeführt. Bei deren Schulleiter Klaus Ender und seinem Kollegium möchte ich mich herzlich für die angenehme Prüfungsatmosphäre bedanken.“ Der Abi-Ball findet am kommenden Freitag in Bräunlingen statt.

 

Stolz präsentieren sie die Preisträger der KHS-Berufsschüler

Die Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen Schulen (KHS) Donaueschingen haben am vergangen Freitag 142 Schülerinnen und Schüler der Berufsschule verabschiedet. In den Ausbildungsberufen Kaufleute im Einzelhandel, Verkäufer, Fachkräfte für Lagerlogistik, Fachlagerist, IT-Kaufleute, Industriekaufleute und mathematisch-technischer Softwareentwickler wurden insgesamt 22 Lobe und 33 Preise durch den Schulleiter Martin Zwosta vergeben.

Die stellvertretende Schulleiterin Andrea Gentner hob in ihrer Ansprache hervor, dass nicht nur die Ergebnisse besonders waren. Vor dem Hintergrund des Pandemiegeschehens mit Schulschließungen und Distanzunterricht seien die Auszubildenden mit ganz speziellen Rahmenbedingungen konfrontiert gewesen, die es so noch nie zuvor gegeben habe. Daher freute sich die Schulleitung besonders über die zahlreichen Absolventen und beglückwünschte sie für die erbrachten Leistungen.

 

Sie spielen um den goldenen Porsche im Spiegelsaal (v.l.): Investor Leander von Schönberg (Tom Eisele), Casinobesitzerin Constanze König (Hanna Gasser) und der spielsüchtige Bauunternehmer Eugenio (Luis Stolz).

Wirtschaftsgymnasiasten begeistern mit Theaterstück

Mit einer eigens geschriebenen Komödie erfreute der Literatur- und Theaterkurs der Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen Schulen Donaueschingen sein Publikum im voll besetzten Spiegelsaal des Museum Art.Plus.

Das Lustspiel, welches ursprünglich im 18. Jahrhundert von Carlo Goldoni verfasst und unter dem Titel „Das Kaffeehaus“ in Venedig seine Uraufführung erfuhr, wurde von der 13-köpfigen Theatergruppe komplett umgeschrieben und modernisiert. So diente als Schauplatz nicht mehr eine schmutzige Piazza in Italien, sondern die Szenen wurden in ein Frankfurter Edel-Bistro verlegt. Dass das Museum Art.Plus mit seinem prunkvollen Spiegelsaal die Räumlichkeiten für die Aufführung zur Verfügung stellte, machte das Spektakel atmosphärisch zu einem ganz besonderen Erlebnis. Da das Stück, welches direkt nach dem Lockdown spielt, vornehmlich von ewig menschlichen Themen wie Schein und Sein, Täuschung und Selbsttäuschung handelt, formulierten die Schüler auch den Titel um und gaben der ursprünglichen Straßenkomödie mit „Betrug und andere Sitten“ einen ganz eigenen, neuen Namen.

Auch die Figuren wurden komplett modernisiert. So wurde beispielsweise aus dem „Klatschmaul“ Don Marzio eine moderne Influencerin (gespielt von Melek Soussi), die alle Gerüchte und Affären der Frankfurter Schickaria umgehend per Smartphone und Selfie-Stick in die Sozialen Medien stellt. Der spielsüchtige Kaufmann Eugenio wurde im Stück zum vermögenden Bauunternehmer (Luis Stolz), der seine Luxusvilla unweit des Frankfurter Eintracht-Stadions im Casino verspielt hat und nun gegen seine Spielsucht, Korruption und den drohenden Bankrott anzukämpfen versucht. Auch der adelige Graf Leander wurde zum modernen Investmentbanker und vermeintlichen Frauenhelden (Tom Eisele) ummodelliert. Bemerkenswert vor allem die vielen unterschiedlichen, sehr kontrastreichen Frauenfiguren, die im Original fast ausnahmslos männlich sind und vermutlich gerade dadurch im Spiel eine ungeheure Stärke entwickeln konnten. Ob betrogene Ehefrau (Vanessa Fehrenbach), treue Gattin und Mutter, welche im Stück ihre emanzipierte Seite erkennt (Kathrin Famula), selbstbewusste Tänzerin (Leonie Mayer), französische Bedienung mit Geschäftssinn (Marie Brödel), habgierige Casinobesitzerin (Hanna Gasser) samt urkomischer Assistentin (Leonie Kohler) oder stolze Eigentümerin eines durch Corona in die Krise geratenen Restaurants (Magdalena Malich) – alle Figuren wussten durch die individuelle Zeichnung ihrer Charaktere zu bestechen. Kommentiert wurden die zahlreichen Intrigen und Verstrickungen, welche sich auf der Bühne ereigneten, von einem Team aus Handwerkerinnen (Minh Le, Sarah Merz, Sabrina Mink). Ein betrügerisch schöner Abend, der hoffentlich in naher Zukunft zur Sitte werden wird, denn über eine Fortsetzung der experimentellen Kooperation zwischen Theaterkurs und Museum wird bereits nachgedacht.

Marie Brödel, Melek Soussi, Luis Stolz, Hanna Gasser und Leonie Kohler (v.l.) wissen das Publikum im voll besetzten Spiegelsaal in ihren Bann zu ziehen.
Theaterlehrerin Melanie Maier-Hauser überreicht ihren Schauspielschülern nach der Premiere rote Rosen.

Text: Melanie Maier-Hauser

Bilder: Christine Teubert

 

 

KHS-Lehrerin Canan Sahin überzeugt im Gesangwettbewerb mit ihrer völlig spontanen Improvisation zu „Shape of you“ von Ed Sheeran.

Sprichwörtlich mit Pauken und Trompeten befreiten die Abiturienten der Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen Schulen Donaueschingen ihre Mitschüler vom regulären Unterricht, indem sie mit Trillerpfeifen und Lautsprechern durch die Klassenzimmer zogen.

Im Schulhaus zunächst noch in Corona-Schutzanzügen gekleidet, entpuppten sich die feierlaunigen Absolventen auf dem Campus schließlich als bunt kostümierte Hawaii-Urlauber, die es verstanden, die Schulgemeinschaft in Ferienstimmung und Partylaune zu versetzen.

Statt BWL, Mathe und Englisch im derzeit schwülen Klassenzimmer standen Spiele wie ein Diktierwettbewerb, ein Volleyballmatch oder ein Song-Contest bei sonnigem Wetter im Freien auf dem Stundenplan. Dabei mussten sich die Lehrer in unterschiedlichen Wettkämpfen mit den Schülerinnen und Schülern messen und wurden zur Abwechslung einmal selbst in musikalischer, sprachlicher und sportlicher Hinsicht getestet, was ihren Schützlingen sichtlich viel Freude bereitete. 

KHS-Lehrerin Sybille Rudiger bewahrt die Nerven beim Diktierwettbewerb und gewinnt dabei souverän.

Bilder und Text: Melanie Maier-Hauser